Rückblick Masurenfahrt

IPA – Jahresfahrt 2014 nach Masuren

Mitglieder unserer Verbindungsstelle, des IPA Hauses Ramsbeck und Freunde der IPA Hochsauerland fanden sich im vergangenen Jahr für die Reise nach Masuren zusammen.
Nach den Vorbereitungen durch den „Reisesekretär“ Johannes Bartmann in Zusammenarbeit mit dem Reiseunternehmen Hegener aus Bestwig startete die 9-tägige Reise am 03.10.2014 in den frühen Morgenstunden.
Der Weg führte über Berlin und Frankfurt/Oder am ersten Tag nach Posen, wo uns die Reiseführerin Joanna erwartete und abends die stimmungsvoll beleuchtete Altstadt zeigte.
Früh am nächsten Morgen ging es weiter über Thorn nach Sensburg, wo für die nächsten vier Tage das Hotel gebucht worden war und auch Joanna für die kommenden Führungen zur Verfügung stand.
Von hier aus wurde ein umfangreiches und äußerst interessantes Programm angeboten, angefangen mit Besichtigungen der Försterei Kleinort im Pfeilwalder Forst, Geburtsort des Dichters Ernst Wiechert, einer Stakpartie auf der Kruttina mit anschließendem Fischessen sowie Besichtigungen des russisch-orthodoxen Klosters in Eckertsdorf und einem Abstecher nach Nikolaiken.
Bereits im Pfeilwalder Forst wurde eine der Mitreisenden an ihre Kindheit erinnert, hatte doch ihr Vater in der Försterei gearbeitet und sie selbst bis zu ihrem 6. Lebensjahr im nahe gelegenen Dorf Gutenwalde gelebt. Im Nachbardorf Lindendorf konnten sich die älteren Einwohner an ihre Großeltern erinnern.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der Kirche in Swieta Lipka – Heiligelinde, wo die Besucher ein Orgelkonzert erwartete. Hier wurde auch vor dem Portal das folgende Gruppenfoto zur Erinnerung „geschossen“.
Danach konnten typische polnische Gerichte wie Piroggen (Teigtaschen) oder Plinsen (Reibekuchen mit Pilzsoße) genossen werden.
Der Besuch des privaten Museums „Pensjonat Christel“ in Ryn (Rhein) stellte sich als unterhaltsame Abwechslung dar, da die Besitzerin Christel in ihrem ostpreußischen Dialekt launig ihre Arbeit und Sammlung beschrieb und dabei auch einige Anekdoten zum Besten gab.
Weiter wurde eine Dampferfahrt auf dem Mauersee geboten. Während der Fahrt konnte das polnische Nationalgericht „Bigos“ genossen werden.
Weitere Highlights waren die Besichtigungen von Warschau, Krakau und Breslau. Bei der Stadtführung in Warschau wurde bei Besichtigung der Denkmäler zum Warschauer Aufstand und des Ghetto-Aufstandes deutlich, welchen Repressalien und Qualen die Bewohner während der Kriegszeit ausgesetzt waren.
Eindrucksvoll waren vor allem die Kirchen, die durch ihren Baustil und Ausstattung das tief religiös geprägte Leben der polnischen Bevölkerung verdeutlichten.

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Im Übrigen wurden im Umfeld fast aller Kirchen Bilder und Statuen von Johannes Paul II. entdeckt, die die Verbundenheit der Polen mit ihm zeigten.
Beeindruckend waren auch die Altstadt von Krakau und Breslau, wo viele geschichtliche Zeitzeugen auf die polnische Geschichte und die Zerstörungen im Krieg aufmerksam machten.
Nach der Besichtigung von Breslau ging es wieder in Richtung Deutschland. Nach einer letzten Übernachtung in Dresden und einer Stadtführung am anderen Morgen wurde der Rest der Heimreise angetreten, wo alle am Samstag in den Abendstunden wieder wohlbehalten ankamen.
Für einige Reiseteilnehmer war diese Fahrt eine Reise in die Vergangenheit, für einen anderen Teil eine Fahrt in das Land ihrer Vorfahren.
Aber auch alle anderen waren von der masurischen Landschaft und den Sehenswürdigkeiten beeindruckt, die zudem von der Reiseführerin gekonnt und mit exzellentem Wissen beschrieben wurden. Das Wetter tat während der ganzen Zeit sein Übriges dazu und bescherte bis auf einen wolkenverhangenen Tag nur Sonnenschein.
(Verfasser: Gerd Niggemann)

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